Energiestatistik der Schweiz ab 1910

Methodik

Die vorliegende Mehrjahresstatistik basiert auf der Schweizerischen Gesamtenergiestatistik des Bundesamtes für Energie BFE (ehemals Bundesamt für Energiewirtschaft). Diese erschien zum ersten Mal mit einem zusammenfassenden Rückblick der Jahre 1970-1975 und wurde 1976 in eine Jahrespublikation übergeführt. Sie entsteht jeweils unter Beizug diverser Datenlieferanten (Verbände, Kraftwerke, Ämter, private Büros) und ist seit der Ausgabe 1998 ebenfalls über Internet beim BFE zugänglich. Die Daten zwischen 1910 und 1951 wurden 1953 im Wesentlichen vom Schweizerischen Energierat (ehemals Schweizerisches Nationalkomitee der Weltenergiekonferenz) und der Motor-Columbus AG zusammengetragen. In dieser Zeit gab es erst eine amtliche Elektrizitätsstatistik. Die Anforderungen an eine Statistik sind vielfältig und hoch. So soll sie z.B. einerseits dynamisch sein und die sich ändernden Realitäten möglichst genau abbilden, andererseits wird eine grosse methodische Konstanz erwartet, so dass die Daten von langen Zeitreihen untereinander vergleichbar sind. Des weiteren wird eine internationale Harmonisierung verlangt, wobei die nationalen Besonderheiten nicht ausser acht gelassen werden sollten. Die vorliegende Publikation versucht diese und weitere Ansprüche unter einen Hut zu bringen. Einige wenige Beispiele sollen dabei zeigen, wie sich die Methodik im Laufe der Jahrzehnte den Gegebenheiten angepasst hat:

  • Über die Jahre kann sich die chemische Zusammensetzung einzelner Energieträger verändern. Als Folge davon müssen die Heizwerte entsprechend angepasst werden. Nähere Angaben zu den Heizwerten sind der Tabelle "Heizwerte der Energieträger in der Gesamtenergiestatistik" im Kapitel Hilfstabellen zu entnehmen.
  • Mit der Diversifizierung der Energieversorgung ging eine Verbreiterung der Datenbasis einher. So werden mittlerweile Daten zur Fernwärme, zu verschiedenen Abfällen, Wärme-Kraftkoppelungsanlagen und diversen erneuerbaren Energien (Sonnenenergie, Windenergie, Biogase, Umweltwärme) erhoben. All diese Energieformen haben erst in den letzten Jahrzehnten eine gewisse Bedeutung erlangt.
  • Die Methodik musste sich im Laufe der Jahre immer wieder dem sich ändernden Rechtsrahmen anpassen. So sind z.B. seit 1997 aufgrund einer Verzollungsänderung nicht mehr die Importe an Erdölprodukten für den Endverbrauch bestimmend, sondern die Ausgänge aus den steuerrechtlichen Freilagern.
  • Ebenfalls einen Einfluss auf die Methodik haben die diversen Datenlieferanten. Löst sich z.B. eine Institution auf, wie 1997/98 die Zentralstelle für Kohleeinfuhr, so müssen die Daten andersweitig beschafft werden, was mit einer veränderten Methodik einhergehen kann.

Auf die Erhebungsmethodik der einzelnen Energieträger wird in den jeweiligen Kapiteln eingegangen. Detailliertere Angaben zur Methodik können der Schweizerischen Gesamtenergiestatistik, der Schweizerischen Elektrizitätsstatistik und der Energiestatistik der Schweiz 1910-1985 (Teil 1, Teil 2) entnommen werden.

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