Müll und Industrieabfälle
EntwicklungDie energetische Verwendung von Abfällen spielte seit jeher eine Rolle in der Energieversorgung, doch war sie vor allem auf den Eigenverbrauch beschränkt. Einige der älteren Kehrichtverbrennungsanlagen waren allerdings mit Fernwärmenetzen verbunden, und in kleinerem Umfang wurde auch noch Elektrizität hergestellt. Müll wird normalerweise nur als Primärenergieträger verwendet, um daraus Fernwärme oder Strom herzustellen, während Industrieabfälle meist als Endenergieträger dienen. Statistische MethodikStatistiken über die energetische Verwendung von Müll und Industrieabfällen wurden erst ab Mitte der 70er Jahre im Rahmen der Eidgenössischen Kommission für die Gesamtenergiekonzeption (GEK) erstellt, wobei einerseits vom Energiekonsumentenverband (EKV) bei der Industrie, anderseits direkt bei den öffentlichen Kehrichtverbrennungsanlagen durch eine Umfrage die gewonnene Energiemenge ermittelt wurde. Ab 1978 waren die Resultate so vollständig, dass sie publiziert werden konnten. Den grössten Anteil bei der Industrie lieferte die Chemie, mit Abstand gefolgt von der Papierindustrie. Die Abfälle bei der Holzverarbeitung werden als Holz erfasst. Der Heizwert von Abfällen und Müll schwankt ausserordentlich stark, so dass die Statistik auf die Angaben der einzelnen Anlagen abgestellt werden muss. Mit Ausnahme von einigen Industrien, die klar definierte Abfälle verwerten, lassen sich nur mittlere Heizwerte durch die Zurückrechnung aus der erzeugten Wärme bestimmen. |


