Fernwärme
EntwicklungFernwärmeversorgungen gibt es in der Schweiz seit mehr als 50 Jahren. Als Fernwärme gilt dabei jene Wärmeversorgung, in der für das Haupttransport- und Verteilnetz öffentlicher Boden beansprucht wird und in der die Wärme an Dritte zu im voraus bestimmten Tarifen verkauft wird. Die Endenergie Fernwärme zeichnet sich dadurch aus, dass für ihre Erzeugung fast alle Primärenergieträger eingesetzt werden können, darunter auch solche, die in kleinen Einzelheizungen aus Bedienungs- und Umweltgründen Schwierigkeiten bringen würden, wie etwa Müll. Auch die Verwendung von Abwärme im Rahmen einer Wärme-Kraft-Kopplung oder die Nutzung von Umgebungswärme, wobei das Temperaturniveau mit einer Wärmepumpe angehoben werden muss, ist möglich. Die beim Betrieb von grossen thermischen Elektrizitätswerken anfallenden Wärmemengen bieten sich zur Nutzung in Fernwärmenetzen an, wobei eine Verteilung auf tiefem Temperaturniveau mit anschliessender Anhebung mit Wärmepumpen oder eine direkte Nutzung möglich ist. Da solche Werke aber nicht mitten in sehr dicht besiedelten Gebieten liegen, wird die Wirtschaftlichkeit bei tiefen Preisen anderer Energieträger oft fraglich. Statistische MethodikDie Statistiken über Fernwärme in der Schweiz wurden erst im Rahmen der GEK an die Hand genommen, verlässliche Zahlen existieren seit dem Jahr 1978. |


